Historie aus JO42GE und JO50LX

Früher und Heute !                                            

Zum Amateurfunk, wie wir ihn heute betreiben, ist es ein recht weiter Weg gewesen und hat einige Zeit  gebraucht. Trotz allem, in jeder Phase haben wir etwas Neues und Reizvolles gesehen, welches wir teilweise auch in die Tat umgesetzt haben.
Die Bilder zeigen einen kleinen Geschichtsablauf, bis zum heutigen Tag, mit der Station, wie sie auf den Bildern zu sehen ist. Aber auch das wird wohl nicht das Ende sein, denn ein OM hat zu uns mal gesagt: „Die Station eines Funkamateurs wird immer eine ewige Baustelle bleiben“, wie in vielen anderen Hobbys wo gebastelt und gebaut wird.
Als 1977 in der Schule im Lernfach Physik die Elektronik zum Zuge kam, war wohl schon der Grundstein gelegt.
Denn 1978 war das erste CB-Funkgerät mein eigen und die „Funkerei“ begann.
Der nächste Schritt war, von einer Mobil Indoor- Antenne, zu einer festen Außenantenne mit diversen Geräten, zu kommen.
Dann 1985 wurde in Bünde bei Öffentlichkeitsarbeit (Vorstellung des Amateurfunk) das Interesse geweckt einen Ausbildungslehrgang des OV Bünde N43 zu besuchen und mal zu sehen, ob es zu schaffen ist, die Amateurfunk Lizenz mit abschließender Prüfung zu bestehen.
Im Januar 1986 war dann der langersehnte Tag. Nun konnte ich die Urkunde mit dem Rufzeichen DG1YEC in den Händen halten und mit dem Amateurfunk beginnen.
Wieder war es eine bescheidene Ausrüstung über einen kleinen Rundstrahler mit einem 6-Kanal Quarzgerät und der schnellen Steigerung zu einem SSB Funkgerät mit einer HB9CV Antenne.
Danach kam durch gemeinsame Aktivitäten einzelner OV-Mitglieder auch das Selbstbauen ins Rollen und auf dem ersten Foto kann man das Ergebnis sehen.
Bild 1986  
Somit ging es fast immer durch Eigenbau-Antennen weiter und weiter. 1988 legte dann Sabine DH4YAW ebenfalls die Prüfung ab.
1989 war dann die Zeit reif für etwas besonderes, 70cm EME. Diese Anlage bestand aus 4x35-Element Yagis nach DJ9BV. Jede der Antennen war 7,55m lang.
Bild 1989
In 1991 wurde wieder etwas Neues getestet. Zusammen mit Matthais DF9QX, haben wir dann den Schritt zu der GHz Technik gewagt. Es wurde der 3cm Transverter von DB6NT aufgebaut. Unsere Hoffnung lag darin, bei einigen Contesten vielleicht mal bis zu 100km zu überbrücken. Nachdem wir alles fertig aufgebaut hatten, merkten wir sehr schnell, das speziell auf 10GHz alles möglich ist. Schon im ersten Jahr waren entfernte Stationen die bis zu 700km weit entfernt waren, zu erreichen. Fantastisch! Und das nicht von einem hohen Berg!
Bild 1991
Im gleichem Jahr wollten wir beide es wieder wissen. Wir bauten nur für eine Expedition, eine sehr kleine 23cm EME taugliche Station auf. Auch hier gelang uns wieder mehr als wie wir erhofften.
Bild 1991 EME   Bild 1991 EME Station
Anfang 2000 bauten Sabine und ich ein Haus. Damit konnten wir erstmals unsere Antennen auf einem Mast bauen, und brauchten nicht für jede Änderung unserer Antennen auf´s Dach klettern. Weiter kamen dann auch noch die andren GHz Bänder zum Zuge. Nun waren wir bis 47GHz QRV.
Bild 2001,   Bild 2002  
In 2006, nach 15Jahren GHz Aktivität, haben wir uns überlegt, mal wieder zurück zum Ursprung zu gehen, auf die Kurzwelle.
Es wurde ein alter 3-Elemet Beam von Fritzel restauriert. Danach stellten wir fest, daß uns die Kurzwelle soviel Spaß machte, dass das Equipment von den GHz Bändern gegen einen Kurzwellen Transceiver getauscht wurde.
Bild 2006
Wie das so ist, eine Antenne ist eine ewige Baustelle. In 2007 ist sie wieder umgebaut worden. nach dem Sturm "Kyrill" hatte die Antennenanlage doch ein wenig Schaden genommen. Somit wurde diesmal ein neuer Beam, 3-Element SteppIr aufgebaut. Damit konnten wir nun auch die WARC Bänder 12m und 17m abdecken. Wie sich sehr schnell heraus stellte, sind diese Bänder nicht so überfüllt, wie die klassischen Bänder 20m, 15m, 10m.
Bild 2007
In 2007 wurde dann ein neues Band entdeckt. Das 4m, 70MHz Band. In Deutschland sendeseitig nicht erlaubt, wurden erste Hörversuche mit einem Dipol unternommen. Dann habe ich es doch tatsächlich geschafft, eine Sondergenehmigung auf der Frequenz 69.995 und 69.950 Mhz zu bekommen. Somit wurde ein Traum war. Ich konnte nach über 50-Jahren, DL wieder auf dem 4m Band in die "Luft" bringen. 2008 wurde dann die Antennenanlage wieder umgebaut, eine 7-Element Antenne für 70MHz kam dazu, und brachte super Erfolge. Weltweite Erstverbindungen mit einigen Länder wurden getätigt.
Bild 2008
In 2010 wurde der Spaß an den GHz Bänder wieder so groß, da bei unserer Clubstation DK0ZB in den Contesten eingesetzt, daß ein kleiner Portabelmast mit zugehörigen Antennen aufgebaut wurde.
Bild 2010
Folgt man nun den Bildern, kann man sehr schön die einzelnen "Antennenbaustellen" verfolgen.
 
Was die Zukunft in 2011 zeigen wird? Warten wir es mal ab. Wir werden hier weiter berichten. Auch nach nunmehr 25-jahren Aktivität sind die Fassetten des Amateurfunk noch so groß, daß es immer wieder Neues zu erforschen geben wird.
 
Nun, Mitte 2011 ist ein großer Einschnitt geplant. Das alte QTH muss wegen einem neuem QRL verlassen werden. Wir ziehen nach Arnstadt in JO50 LU. Dort sind die Möglichkeiten sehr stark begrenzt Antennen aufzubauen. 
Nun ist die Antenne auf dem Dach. SWR sehr gut auf allen Bändern. Bild 2012-VUHF
 
Wieder stand ein (ungeplanter) Umzug in ein anderes QTH an. Diesmal sind wir nach JO50LX oder genauer JO50LX27GM gezogen.
Eine Antennenanlage lässt auf Grund des Wetters noch auf sich warten. Was und wie aufgebaut wird, entscheidet sich demnächst.

 

Hier nun die Antennenanlage und Shack in 2014.

 

 
Wir freuen uns darauf mit vielen Stationen weltweit in Kontakt zu treten.
 
vy 73 de Sabine DH4YAW und Klaus DL3YEE